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21.11.17

Der Pitch - Ausbeute oder Aufstiegschancen?

Heiß begehrt und doch umstritten, was sind die Risiken beim Pitch?

Was ein Pitch ist, haben wir im vorherigen Blogartikel bereits geklärt. Hier haben Gründer die Möglichkeit Investoren zu finden und für die Kunden ist es die Möglichkeit den besten Dienstleister für Ihr Produkt oder Unterfangen zu finden. Klingt eigentlich sehr vielversprechend oder? Augenscheinlich ist ein Pitch genau das, doch wenn man mal hinter die Fassade schaut, kommen die negativen Aspekte ans Licht.

Was steckt hinter der Fassade?

So schön und gut das Konzept auch ist, einige Dienstleister sind schon im Kampf um den perfekten Pitch gescheitert. Viele bedenken nicht, welchen Aufwand und was für immense Kosten die Teilnahme an einem Pitch bedeutet. Die teilnehmenden Agenturen benötigen eine Menge Vorbereitung, sowie eine Menge Budget, um Ihr Konzept angemessen vorstellen zu können. Hier ist oftmals auch der Konkurrenzkampf zu erkennen: Jeder möchte besser als der andere sein und gewinnen, daher wird immer mehr Budget in das Projekt gepumpt, in der Hoffnung die Mitbewerber so auszustechen.

So ist es zudem üblich, dass die meisten Unternehmen den Agenturen keine Antrittshonorare bieten, das heißt alle Kosten müssen selbst getragen werden. Wenn Sie den Pitch dann auch noch verlieren ist dies höchst ärgerlich und zudem auch sehr schädlich für Ihr Unternehmen. Gerade weil es sicherlich nicht der einzige Pitch sein wird den Sie verlieren. Stellen Sie sich einfach mal vor Sie nehmen an drei Pitchs teil, investieren jedes Mal an die 15.000 Euro und gewinnen nicht einmal. Schneller als Sie schauen können haben Sie einen Verlust von 45.000 Euro. Vor allem für Startups und kleine Unternehmen kann dies das Aus bedeuten.

Doch dies ist nicht der einzige Kritikpunkt. Die zu gewinnenden Budgets betragen oftmals nur zwischen 20.000 und 50.000 Euro. Verglichen mit den Kosten die Sie für Ihre Präsentation tragen müssen, kann es durchaus vorkommen, dass Sie als Pitch-Gewinner trotzdem mit Minus aus der Sache rausgehen. Zudem sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass man sein ausgetüfteltes Konzept fremden Firmen offenbart. So ist es durchaus schon vorgekommen, dass das Unternehmen, welches den Pitch veranstaltet hat, einige Zeit nach dem Pitch mit dem Konzept einer der Verlierer geglänzt hat. Ideenklau ist hier also durchaus möglich.

Wie kann man der Ungerechtigkeit des Pitchs also entfliehen?

Nun ein sicheres Konzept kann hier leider noch nicht geboten werden. Wir können Ihnen nur ans Herz legen sich gründlich zu überlegen an welchen Pitchs Sie teilnehmen. Überlegen Sie sich gründlich ob Sie Chancen haben den Pitch zu gewinnen, wie hoch der Gewinn ist und kalkulieren Sie im Groben die anfallenden Kosten. Ist dies erledigt können Sie abwägen, ob sich dieser Pitch für Sie lohnt.

Zudem bemühen sich derzeit immer mehr Agentur-Verbände um einen fairen Pitch. Diese setzen sich dafür ein, dass den Pitch-Teilnehmern gewisse Antrittshonorare zukommen, die wenigstens einen Teil der anfallenden Kosten decken. Inwiefern dies realisierbar ist, ist momentan jedoch noch nicht genau zu sagen.

Den Tipp den wir Ihnen mit auf den Weg geben heißt: abwägen und sparen! Wie schon zuvor gesagt sollten Sie genau darauf achten, für welchen Pitch Sie sich anmelden und zudem nach der kostengünstigsten Variante für Ihre Präsentation suchen!

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und eine schöne Woche!